Fachkraft füllt Checkliste aus

Neues vom Pflege-TÜV

Das ändert sich zukünftig für Heime

Pflegerin betreut Bewohnerin
Die Prüfkriterien rund um das Thema Verpflegung und Ernährung sind weiterhin sehr bedeutend beim Pflege-TÜV

Seit Jahresbeginn gelten für den Pflege-TÜV veränderte Regelungen: Nach massiver Kritik wurden die Prüfungen von Pflegeheimen verschärft. Besonders das in der Vergangenheit kritisierte Notensystem steht im Fokus. Denn die Bewertungen von insgesamt 12.000 Heimen waren bisher laut Politikern und Patientenvertretern weniger aussagekräftig. So gab es zu viele Bestnoten, die in Zukunft nicht mehr so leicht zu bekommen sein sollen.

Bestnoten seltener
In der Vergangenheit konnten Pflegeheime anhand des großen Fragenkatalogs Defizite in der Pflegeversorgung mit einer guten Note in der Speisenverpflegung ausgleichen. In Zukunft soll es schwieriger werden, gute Noten zu erhalten. Der Skalenwert für die Zuordnung einer Note wurde für alle 5 Noten angepasst. Bisher gab es laut GKV-Spitzenverband bereits ab Skalenwert 8,7 ein "Sehr gut", nun benötigt man einen Wert von 9,31. Ein "Mangelhaft" gibt es bis zum Skalenwert 5,1 – vorher lag er bei 4,5.

Bewertungskriterien entschlackt und neu sortiert
Zudem wurde der Fragenkatalog überarbeitet: Ab sofort sind von bisher 82 nur noch 77 Kriterien für die Bewertung eines Heimes relevant. Die 21 besonders pflegerelevanten Punkte werden dabei im Internet besonders hervorgehoben und stehen an oberster Stelle. Dazu zählen beispielsweise die Fragen, ob es im Heim Vorbeugung gegen Wundliegen gibt, ob die Flüssigkeitsversorgung angemessen ist und die Notwendigkeit von freiheitseinschränkenden Maßnahmen regelmäßig überprüft wird. Allerdings bekommen diese Faktoren für die Bewertung keine stärkere Gewichtung.

Ehemalige Kriterien, wie etwa „jahreszeitliche Feste“, werden künftig nicht mehr aufgeführt. Hingegen sollen pro Pflegestufe 3 Bewohner kontrolliert werden. Diesbezüglich wollen die Prüfer auch ausführlicher mit dem Pflegepersonal sprechen.

Bis Ende 2014 wird es bei der Veröffentlichung der Transparenzberichte noch Hinweise geben, ob es sich um einen Bericht nach alter oder neuer Regelung handelt.

Ernährungsthemen so wichtig wie zuvor
Die Prüfkriterien rund um das Thema Verpflegung sind nicht verändert worden und haben daher die gleiche wichtige Bedeutung wie bisher. Somit ist klar: Die Verpflegung spielt weiterhin eine wesentliche Rolle für die Bewertung einer Einrichtung. Unsere Experten unterstützen Sie mit praxisnahen Beratungs- und Schulungs-Themen: Von modernen Verpflegungskonzepten über strukturierte Bewohnerbefragungen bis hin zum Maßnahmenkatalog bei Mangelernährung – sprechen Sie uns gerne an!

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